Kolumne
Digitalisierung der Reinigung – Routinen und Sensoren
Wir wollen unsere Dienstleistung ständig verbessern. Unser gut ausgebildetes Personal ist die Grundlage, effiziente Maschinen und umweltschonende Reinigungsstoffe setzen wir bereits ein. In Zukunft wird auch wichtig werden: Wie erfahren wir, wann wir was reinigen, auffüllen oder überprüfen müssen? Welche Technologien können wir einsetzen, um eine noch bessere Dienstleistung zu erbringen?
Denn vieles basiert noch, wie in vielen Branchen, durch Routinen. Das ist wie beim Auto: Nach zwei Jahren oder 30.000 Kilometern wird eine Wartung empfohlen. Und das ist und bleibt auch wichtig. Aber was, wenn es vorher Anzeichen gibt, dass etwas vielleicht nicht stimmt? Dann könnte eine Zwischenwartung sinnvoll sein, ehe tatsächlich etwas kaputt geht. So ähnlich ist es auch bei unserer Arbeit. Wir sehen vor allem drei Einsatzbereiche, mit denen wir uns konkret beschäftigen:
Stark genutzte Räume: Dazu zählen beispielsweise Besprechungsräume oder Orte, an denen Feiern stattfinden. Hier kann uns Sensorik dabei helfen, zu ermitteln, ob und wie stark ein Raum beansprucht wird. Und wenn die Zahlen überdurchschnittlich und höher als erwartet sind, wissen wir: Hier sollten wir häufiger einmal nachschauen.
Spender: Ob Papierhandtücher, Klopapier, Seife oder Desinfektionsmittel – leere Spender sind besonders in Sanitäranlagen ein großes Ärgernis. Vor allem bei Messen oder Veranstaltungen, bei denen Toiletten und Waschbecken laufend genutzt werden, kann es trotz engmaschiger Rundgänge immer passieren, dass das Klopapier oder die Seife mal aufgebraucht sind. Sensorik in den Spendern kann uns in Zukunft anzeigen: Hier ist etwas fast leer, nachfüllen!
Lagerbestände: Immer das passende Reinigungsmittel zur Hand zu haben, ist zwingend notwendig für unsere Arbeit. Daher prüfen wir den Bestand laufend und füllen auf oder bestellen nach. Technologie kann uns dabei unterstützen, indem sie bei einem bestimmten Wert Bescheid gibt. Und umgekehrt kann sie zeigen, dass von einem bestimmten Reinigungsmittel noch genug da ist. Weitergesponnen könnten so ganz automatisch Bestelllisten generiert werden, damit wir weder zu viel noch zu wenig von etwas bestellen.
All diese Punkte verbindet, dass sie nicht die routinemäßigen Kontrollen ersetzen werden. Es braucht weiterhin Menschen, die prüfen, ob die gelieferten Ergebnisse auch wirklich stimmen. Aber sie ermöglichen, dass wir frühzeitig auf mögliche Verschmutzungen oder Engpässe hingewiesen werden. Ein einleuchtendes Beispiel ist wieder das Auto: Nach 30.000 Kilometern sollte ein Mensch zusätzlich kontrollieren, ob auch wirklich alles in Ordnung ist, selbst wenn die Sensorik nichts anzeigt.
Bluetooth für Verkehrssicherheit
Und ein ganz anderes Feld betrifft die Verkehrssicherungspflicht, was besonders bei Einkaufszentren auch mit in unsere Verantwortung fällt. Denn was ist, wenn jemand eine Cola verschüttet und eine andere Person darauf ausrutscht? Dann muss unser Kunde nachweisen können, dass ausreichend kontrolliert und gereinigt wurde. Ab Oktober machen wir einen Test: Wir bringen in einem Einkaufszentrum Bluetooth-Sender an, die mit Smartphones unserer Mitarbeitenden kommunizieren. So können wir ein Bewegungsmuster aufzeigen, mit dem die Kunden beweisen können, dass sie ihrer Verpflichtung nachkommen. Denn zwar gibt es natürlich Routinerundgänge. Aber in einem Einkaufszentrum passiert jeden Tag so viel, dass kaum einer dieser Rundgänge genau das ist: Routine. Wichtig ist, dass es uns hier nicht darum geht, unsere Mitarbeitenden zu kontrollieren. Denn dass sie gut arbeiten, wissen wir und sehen wir ja auch am positiven Feedback unserer Kunden.
Wir beschäftigen uns mit all diesen Punkten bereits konkret und sondieren den Markt. Sobald wir jeweils ein Gerät oder eine Technologie finden, die für uns passt, werden wir sie einsetzen, um noch besser für unsere Kunden zu arbeiten. Wir werden berichten!
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Post von Oellerking!
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