Kolumne

Wo Robotik heute schon hilft – und wo noch nicht.

Automatisierung spart Zeit und bares Geld: Das hören wir vor allem durch die technologischen Sprünge bei der künstlichen Intelligenz häufig. Und teilweise stimmt das auch schon. Welche Hindernisse es gibt – und warum wir glauben, dass sie bald abgebaut werden.

Wer ab und zu mal im Mercado einkaufen geht, kann sie beobachten: unsere autonomen Scheuersaugmaschinen. Kein Mensch muss mehr auf ihnen sitzen, sie machen die Arbeit von alleine. Wirklich? Ja, sie fahren selbst. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn keine autonome Maschine kann bisher einfach auf ein Objekt losgelassen werden. Stattdessen braucht es dauerhafte Kontrolle und immer das menschliche Auge. 

Denn ein Roboter kann beispielsweise noch nicht den Grad der Verschmutzung erkennen. Und daraus müsste er ableiten: Wie viel Wasser brauche ich? Wie viel Reinigungsmittel ist notwendig? Muss ich eventuell vorher moppen? Wie schnell oder langsam kann ich die Verschmutzung beheben? Fachleute sprechen hier vom Sinnerschen Kreis. Vier Faktoren bestimmen ein gutes Reinigungsergebnis: Zeit, Chemie, Mechanik und Temperatur. Sie hängen voneinander ab und müssen aufeinander abgestimmt sein. Wer mehr Chemie einsetzt, kann zum Beispiel bei der Zeit sparen. Unsere Mitarbeitenden treffen diese Abwägungen mit bloßem Auge und auf Basis ihrer langjährigen Erfahrung. Ein Roboter kann das nicht – noch nicht! Denn durch Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und bessere Sensorik wird auch das möglich sein.

Weiterfahren ist gut, Kontrolle ist besser

Das erste Reinigen ist auch nur die halbe Miete. Im Nachgang prüfen wir: Ist der Fleck auch wirklich weg, sind wir mit dem Ergebnis zufrieden? Ein Roboter tut das bisher noch nicht, sondern fährt weiter. Doch sobald er auch hinten Kameras hat und Situationen besser einschätzen kann, wird er auch hier im Zweifel korrigieren können.

Das Weiterfahren kann auch dann zum Problem werden, wenn sich Fussel bilden. Das kennen Sie von zu Hause: Sie saugen oder wischen, es verfängt sich Dreck. Und den verteilen Sie und es gibt neue Verschmutzungen. Noch können die autonomen Maschinen das nicht erkennen – und ziehen dann unschöne Streifen hinter sich her. Aber auch das wird bald gelöst sein! 

Die Technologie früh begleiten

Noch entscheiden wir uns nicht aus Kostengründen oder wegen der Zeitersparnis für autonome Scheuersaugmaschinen. Sondern wir wollen diese Zukunftstechnologie eng begleiten. Dazu gehört auch, dass wir unsere Mitarbeitenden frühzeitig im Umgang mit der neuen Technik schulen und sie so zu den Maschinen-Expertinnen und -Experten von morgen ausbilden. Wir sind überzeugt, dass autonome Reinigungsmaschinen unter anderem durch die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz bald wirklich ein Kosten- und Zeitfaktor werden. Wir möchten nicht erst dann ansetzen, sondern den Einsatz schon erprobt haben – um dann wirklich Kosten sparen und günstiger für unsere Kunden werden zu können.

Autonome Saugroboter hingegen können schon jetzt zu günstigeren Konditionen führen. Aber hier ist es wichtig, zu differenzieren, denn das hängt maßgeblich von den örtlichen Gegebenheiten ab. Reinigen wir beispielsweise eine große ebenerdige Lagerhalle mit wenigen Hindernissen oder große Flurbereiche, können Saugroboter hier viel Arbeit abnehmen. Sobald die Räumlichkeiten aber komplexer werden, zum Beispiel in Think Tanks, Innovation Rooms, Huddle Rooms oder Coffee Points, stoßen die Roboter an Grenzen. 

Datenschutz als wichtiger Punkt

Bei autonomen Scheuersaugmaschinen, Saugrobotern und anderen Geräten hängt es also maßgeblich davon ab, wie schnell sie intelligenter werden. Und dann gibt es noch völlig zu Recht das Thema Datenschutz: Wenn eine Maschine mit Kameras ausgestattet ist und also mitunter auch Menschen filmt – was passiert mit diesen Daten? Werden sie gespeichert oder sofort wieder vergessen? Gibt es die Möglichkeit, Gesichter automatisch zu verpixeln oder vielleicht eine stilisierte Darstellung der Umgebung zu wählen? Wir wissen, wie zentral diese Fragen für unsere Kunden sind. Deshalb ist der Datenschutz das zweite große Thema neben der technischen Machbarkeit. Das prüfen wir ganz genau und achten darauf, dass alle Bestimmungen eingehalten werden. Und erst dann werden wir intelligente autonome Reinigungsmaschinen einsetzen. 

Bis dahin erproben wir den Einsatz dort, wo es sinnvoll und möglich ist. Und wenn die Technologie so weit ist, sind wir bereit. Wahrscheinlich kommt das alles schneller, als wir uns das noch vor ein paar Jahren vorstellen konnten! Noch bleiben aber das menschliche Auge und unsere Erfahrung die wichtigsten Instrumente für unsere Arbeit.

Jetzt den Beitrag teilen!

Post von Oellerking!

Einmal im Monat informieren wir Sie über die Zukunft der Gebäudereinigung – und zeigen, was unser Team so besonders macht. Einfach hier anmelden! 

Sie suchen professionelle Reinigungshilfe?

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir melden uns bei Ihnen.