Chefsache Gebäudereinigung

Böden: Unlackiertes Holz traue ich mich nicht einmal zu Hause

Eine Kolumne von Oliver Sonne, Geschäftsführer

Rotweinflecken auf Muschelkalk, Reinigungsmaschinen auf unlackiertem Holz: Moderne und schicke Böden bergen einige Herausforderungen. Nicht immer sind diese klar – und dann beginnt das eigentliche Problem.

Seit 40 Jahren bin ich mittlerweile bei Oellerking. Erst habe ich das Unternehmen gemeinsam mit meiner Mutter geleitet, seit zehn Jahren führe ich es zusammen mit meinem Kollegen Peter Schirmer. Vier Jahrzehnte sind eine lange Zeit, in der Branche hat sich eine Menge getan. 

Neben neuen, ökologischen Materialien und modernen Maschinen fällt mir besonders auf, dass sich die Wahl der Böden massiv gewandelt hat. Während früher leicht zu wischende Böden der Standard in Neubauten waren, spielt das heute eine untergeordnete Rolle. Dabei soll natürlich trotzdem die Reinigung möglichst günstig sein, denn alles wird optimiert. Das treibt teils seltsame Blüten.

 

Wenn Maschinen das Holz beschädigen

Da ist zum Beispiel der Trend zu Holz, das nicht mehr lackiert oder versiegelt wird, beispielsweise mit Öl. Stattdessen wird das offenporige Holz lediglich geseift. Ich selbst würde mich das nicht mal bei mir zu Hause trauen, obwohl wir da zu dritt auf Socken laufen. Trotzdem kommt das Material in Gebäuden zum Einsatz, in denen täglich viele Menschen unterwegs sind und dort Dreck hineintragen. Und hier entsteht ein Problem bei der Reinigung: Denn auch modernste Maschinen können diese nicht bewerkstelligen, ohne die Seife aus dem Boden zu ziehen. Es muss also mit der Hand gewischt werden – und die Kalkulation für die Reinigungskosten explodiert. 

Ein anderes zwar schönes, aber leider unpraktisches Material ist Muschelkalk. Weil er so repräsentativ ist, wird er besonders dort als Boden verlegt, wo Veranstaltungen und Empfänge stattfinden. Nur ist Muschelkalk sehr säureempfindlich – ein Rotweinfleck frisst sich sofort hinein. 

Oliver Sonne, Geschäftsführer

Nur einmal wischen statt zweimal polieren: Klassenräume

Aber nicht nur die Auswahl der Böden hat sich verändert. Auch die Reinigungszyklen für herkömmliche Materialien werden immer länger, was ihnen nicht gut tut. Wo früher täglich gewischt und zweimal poliert wurde, reinigen wir heute oft nur noch einmal in der Woche feucht und einmal nass – was bedeutet, dass wir den Boden nur an einem von sieben Tagen wirklich mit Pflegemitteln bearbeiten. Das ist weder für die Lebensdauer noch für die Optik der Materialien optimal.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Schöne Böden sind toll – häufig sind sie das i-Tüpfelchen einer gelungenen Innenarchitektur. Nur darf nicht vergessen werden, dass sie auch einer besonderen Pflege bedürfen. Eine gute Kostenkalkulation bezieht Gebäudedienstleistungen wie Reinigung direkt mit ein – und sucht nach diesen Kriterien einen Boden aus. Kann ich eine angemessene Pflege finanzieren? Oder spare ich daran, dafür sieht der Boden schnell nicht mehr gut aus? Das sind wichtige Fragen.

Je anspruchsvoller der Boden, desto wichtiger ist die Expertise

Was für einen Boden Sie auch immer verlegen: Mein Team und ich helfen Ihnen dabei, ihn zu reinigen. Denn wir kennen die Probleme und Schwachstellen und machen Sie darauf aufmerksam. Je anspruchsvoller der Boden, desto mehr Wissen und Erfahrung sind für eine gute Pflege notwendig. Weil unsere Mitarbeitenden überdurchschnittlich lang im Unternehmen sind, sind sie auch besser geschult – und kennen sich mit allen Materialien aus. 

Also: Immer auf dem Boden bleiben. Es sei denn, er wird gerade gewischt.  

Ihr Oliver Sonne

 

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